Schneller testen – C.F. Maier ist Zulieferer für ein Analysegerät

Eines der Probleme bei der aktuellen Pandemie sind dringend benötigte Test-Kapazitäten. Der Biotech-Pionier Qiagen hat die Erkennung des Corona-Virus jetzt auto-matisiert.

Das C.F. Maier-Werk im mittelfränkischen Schillingsfürst ist auf die Herstellung von Polyurethan(PUR)-Komponenten spezialisiert. Mit dem PUR-Schäum-Verfahren werden Produkte hergestellt, die eine komplexe Geometrie haben und eine optisch anspruchsvolle, insbesondere aber eine hochbelastbare und leicht zu reinigende, hygienische Oberfläche bieten. Neben der Produktion kompletter Fahrerarbeitsplätze für Reise- und Stadtbusse sowie Agrar- und Baumaschinen wird das Herstellverfahren zum Beispiel auch für den Geräte- und Gehäusebau angewendet.

Corona führt zu hoher Nachfrage in medizinischen Bereichen

Diese Gehäuse finden häufig im Bereich der Medizintechnik Anwendung. Die Branche erfährt aktuell durch den Corona-Virus eine starke Nachfrage. Für ein Analysegerät des Biotech-Konzerns Qiagen ist C.F. Maier Zulieferer für ein Gehäuse, das aus PUR-Bauteilen und aus Teilen, die im Tiefziehverfahren hergestellt werden, besteht. Die Bauteile werden als Komponenten fertig lackiert an die Zollner Elektronik AG geliefert, ein namhafter Mechatronikdienstleister im Bereich Electronics Manufacturing Services (EMS). Zollner fertigt daraus ein Analysegerät für den Diagnostik-Spezialist Qiagen.

2018 startete Quiagen den Vertrieb des Analysegeräts QIAstat-Dx Analyzer in Europa, ein Jahr später bekam man die Zulassung auch für die USA. In dem Gerät wird mittels Test-Kartuschen vollautomatisch ein komplexer Prozess mit massenhafter Vervielfältigung des Erbgutes in den Proben und der anschließenden Analyse durchgeführt. Bereits nach einer Stunde wird auf dem integrierten Bildschirm das Ergebnis angezeigt.

Bisher war es durch die Analyse bereits möglich in einem Prozess 21 relevante Erreger, wie ältere Corona- und Grippe-Viren, sowie drei Bakterien-Arten, die Ursache für Atemwegserkrankungen sind, nachzuweisen. Als im Januar dieses Jahres die ersten DNA-Sequenzierungen des neuen Corona-Virus verfügbar waren, wurden Reagenzien entwickelt, die zwei spezifische Gene dieses Erregers anzeigen.

Produktion der Corona-Virus Tests wird erhöht

Mehr als 1.000 seiner Analyzer-Maschinen hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bis Ende 2019 verkauft, die Produktion wurde jetzt nochmals gesteigert. Zum Einsatz kommen die Geräte in Laboren oder Notaufnahmen von großen Krankenhäusern. Überall dort sind jetzt schnelle CoV-2-Tests möglich und helfen beim Kampf gegen Corona.

Berufsstart bei C.F. Maier


Das Unternehmen bildet Nachwuchskräfte in den Berufsbildern Industriekaufmann/frau, Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Fahrzeuglackierer, Gießereimechaniker/in und Zerspanungstechniker/in an den Standorten Königsbronn, Nersingen und Schillingsfürst aus.
Zum Auftakt der Ausbildung wurden die Auszubildenden vom geschäftsführenden Gesellschafter Markus Maier und Geschäftsführer Maximilian Maier in Königsbronn begrüßt.
Nach einer Vorstellung aller Fachabteilungen und einer Werksführung in Königsbronn endete der erste Ausbildungstag. Bei einem gemeinsamen Mittagessen mit allen Auszubildenden konnten erste Kontakte geknüpft und Fragen gestellt werden.
Die neue Ausbildungsgeneration erwartet eine lehrreiche und umfassende Ausbildung, in der sie verschiedene Abteilungen durchläuft. Sie erhält Schulungen und wird von den Ausbildern individuell betreut. Eine Einbindung der Auszubildenden in die realen Abläufe und ein durchgängiger Praxisbezug sind hierbei besonders wichtig.

Produktion des Superhochdachs für den Sprinter in umgebauter Halle in Königsbronn

Der Paketzusteller hat es, und viele Handwerker haben es auch – das Superhochdach (SHD) des Mercedes Sprinter. Obwohl nur etwa 1 Prozent der täglich 700 produzierten Sprinter mit dem Dach ausgerüstet ist, fällt es auf. Denn die Vorteile sind offensichtlich: Die Fahrer können im Laderaum des Transporters aufrecht stehen, hohe Regale schaffen Platz und Überblick. Seit Anfang dieses Jahres produziert C.F. Maier die jährlich benötigten 1200 SHD in Königsbronn. Der Auftrag bestätigt unseren Ruf als zuverlässiger Partner der europäischen Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie. 

Für die Produktion des SHD hat C.F. Maier massiv investiert und die Strukturierung seiner Standorte optimiert: Der Sandguss wurde von Königsbronn zur C.F. Maier Gießerei Scheeff nach Nersingen verlegt und die freigewordene Halle des Kunstharzwerks aufwendig für die Produktion des SHD umgebaut. Mit der Herstellung des Sprinter-Dachs wird in Königsbronn das RTM-Verfahren wiederbelebt und der Standort durch ein zusätzliches Standbein gestärkt.

Berufsorientierung und Talente-Sichtung

SÜDWEST PRESSE vom 26.11.2018

Zu zwei Handwerksbetrieben bestehen bereits Verbindungen. Jetzt hat die Anton-Miller-Mittelschule in Straß ihre Fühler auch in Richtung Industrie ausgestreckt. Im Rahmen einer kleinen Feier wurde am Freitag der Kooperationsvertrag mit der am Ort ansässigen Firma C.F. Maier Gießerei Scheef unterzeichnet, der ihren Schülern in der Berufsfindungsphase noch ganz andere Türen aufstoßen soll.

Dass eine solche Partnerschaft von beiderseitigem Interesse ist, das wurde dann in allen Ansprachen verdeutlicht. „Wir brauchen Unterstützung von vielen Seiten, wenn es in Richtung Berufswahl geht“, erklärte Rektorin Irmgard Neureuther. 90 Prozent der Schulabgänger erklärten, noch keine Berufswahl getroffen zu haben.

Wer denn schon einen Ausbildungsvertrag in der Tasche habe, wollte daraufhin Schulamtsdirektorin Silvia Wawra wissen? Kein Finger ging nach oben.

Dass der Nachwuchsmangel zunehmend zum Problem auch in der Industrie werde, daraus machte Markus Maier, Vorsitzender des Verwaltungsrats der C.F. Maier-Firmengruppe, keinen Hehl, wenngleich er es positiv formulierte: „Ihre Aussichten sind ausgezeichnet.“ Der Weg über eine duale Ausbildung sei sogar „zukunftssicherer als ein Studium“, warf er die Angel aus. Kompetenzzuwachs für die Schule, und für das Unternehmen die Chance, Talente frühzeitig zu entdecken, so fasste die Rektorin die beiderseitigen Vorteile durch die Kooperation zusammen. „Somit eine klassische Win-win-Situation“, brachte es Bürgermeister Erich Winkler auf den Punkt.

Tipps für Bewerbungsphase
C.F. Maier-Geschäftsführer Dieter Wahl versprach einen „regen“ Austausch. Die Firma werde beim Berufsinformationselternabend präsent sein, Praktika anbieten und für Werksbesichtigungen sowie einen „Schnuppertag für Lehrkräfte“ offen stehen. Lehrlinge würden in die Schule kommen, dort mit Schülern ein Werkstück erarbeiten und ihnen Tipps für die Bewerbungsphase mit auf den Weg geben.

C.F. Maier auf der Ausbildungsmesse in Aalen